Das Kindermedienangebot ist heute größer und unübersichtlicher denn je zuvor. Kein Wunder, wenn man als Erwachsener da leicht den Überblick verliert. Vorbei ist die „gute alte Zeit“ der drei Fernsehprogramme und der dazugehörigen, zeitlich begrenzten „Kinderstunde“. „Blues Clues“, „SpongeBob“, „Bob der Baumeister“ – all diese Namen und vor allem diese Schnelllebigkeit. Verständlich, dass Lehrer/innen oder Erzieher/innen nach Feierabend wenig Lust verspüren, sich mit Zeichentrickserien und -figuren inhaltlich auseinander zu setzen. Warum auch? Meistens sind die Lieblingsfiguren der Kinder ja sowieso nur eine kurze Modeerscheinung!
Und doch gibt es aus Sicht der Medienpädagogik gute Gründe, sich mit den kindlichen Medienvorlieben zu befassen: Die Entwicklung des Kindes ist geprägt von der aktiven Auseinandersetzung mit und in der Abgrenzung zu seiner Umwelt. Das Kind lernt, seine Lebenswelt mit ihren Normen- und Rollenerwartungen zu verstehen und dabei gleichzeitig seine Eigenständigkeit zu bewahren.
Die Beschäftigung mit Medieninhalten kann dabei behilflich sein: Kinder wählen ihre Lieblingssendungen oder -figuren gezielt aus, um Unterstützung bei der Bearbeitung aktueller Entwicklungsthemen zu erhalten. Solche Entwicklungsthemen sind z.B. Geschlechterrollen, Einschulung, Konkurrenz unter Gleichaltrigen oder Geschwistern, Ablösung von den Eltern oder der Tod eines Verwandten. Kinder schaffen gemeinsam mit ihren TV-Helden Erlebniswelten: Sie konsumieren die Handlung einer Serie/Sendung nicht nur einfach und vergessen sie dann wieder, sondern spielen oder malen Szenen nach und beziehen sie auf ihre jeweilige Situation. So können sie individuelle Erfahrungen kreativ bewältigen und ihren Handlungsspielraum erweitern.
Das heißt: Kinder sind aktive Mediennutzer, sie identifizieren sich mit bestimmten Figuren und projizieren ihre Wünsche in sie hinein.
Wenn es Erzieher/innen und Lehrer/innen gelingt, die Mediensymbolik im Spiel oder in Gesprächen der Kinder zu erkennen und sie nachzuvollziehen, dann liegt darin eine großartige Chance, effektiv damit zu arbeiten. Mit Blick auf medienbezogene Handlungsweisen kann es gelingen, besser zu verstehen, was ein Kind oder eine Kindergruppe aktuell bewegt. Dabei sollte ein besonderes Augenmerk auf Kinder aus weniger privilegierten Familien gerichtet werden. Sie sind meist gefährdet, mit dem großen Medienangebot nicht angemessen umgehen zu können.
Das Kindermedienangebot ist heute größer und unübersichtlicher denn je zuvor. Kein Wunder, wenn man als Erwachsener da leicht den Überblick verliert. Vorbei ist die „gute alte Zeit“ der drei Fernsehprogramme und der dazugehörigen, zeitlich begrenzten „Kinderstunde“. „Blues Clues“, „SpongeBob“, „Bob der Baumeister“ – all diese Namen und vor allem diese Schnelllebigkeit. Verständlich, dass Lehrer/innen oder Erzieher/innen nach Feierabend wenig Lust verspüren, sich mit Zeichentrickserien und -figuren inhaltlich auseinander zu setzen. Warum auch? Meistens sind die Lieblingsfiguren der Kinder ja sowieso nur eine kurze Modeerscheinung!
Und doch gibt es aus Sicht der Medienpädagogik gute Gründe, sich mit den kindlichen Medienvorlieben zu befassen: Die Entwicklung des Kindes ist geprägt von der aktiven Auseinandersetzung mit und in der Abgrenzung zu seiner Umwelt. Das Kind lernt, seine Lebenswelt mit ihren Normen- und Rollenerwartungen zu verstehen und dabei gleichzeitig seine Eigenständigkeit zu bewahren.
Die Beschäftigung mit Medieninhalten kann dabei behilflich sein: Kinder wählen ihre Lieblingssendungen oder -figuren gezielt aus, um Unterstützung bei der Bearbeitung aktueller Entwicklungsthemen zu erhalten. Solche Entwicklungsthemen sind z.B. Geschlechterrollen, Einschulung, Konkurrenz unter Gleichaltrigen oder Geschwistern, Ablösung von den Eltern oder der Tod eines Verwandten. Kinder schaffen gemeinsam mit ihren TV-Helden Erlebniswelten: Sie konsumieren die Handlung einer Serie/Sendung nicht nur einfach und vergessen sie dann wieder, sondern spielen oder malen Szenen nach und beziehen sie auf ihre jeweilige Situation. So können sie individuelle Erfahrungen kreativ bewältigen und ihren Handlungsspielraum erweitern.
Das heißt: Kinder sind aktive Mediennutzer, sie identifizieren sich mit bestimmten Figuren und projizieren ihre Wünsche in sie hinein.
Wenn es Erzieher/innen und Lehrer/innen gelingt, die Mediensymbolik im Spiel oder in Gesprächen der Kinder zu erkennen und sie nachzuvollziehen, dann liegt darin eine großartige Chance, effektiv damit zu arbeiten. Mit Blick auf medienbezogene Handlungsweisen kann es gelingen, besser zu verstehen, was ein Kind oder eine Kindergruppe aktuell bewegt. Dabei sollte ein besonderes Augenmerk auf Kinder aus weniger privilegierten Familien gerichtet werden. Sie sind meist gefährdet, mit dem großen Medienangebot nicht angemessen umgehen zu können.