Umgang mit Fernsehen und Internet in der Familie

Gute Kindersendungen erkennen

"Eine gute Kindersendung greift Themen und Situationen aus dem Alltag von Kindern auf, die in einer bestimmten Altersgruppe wichtig sind. Sie zeigt, wie sich Probleme aus dem Kinderalltag anpacken und kreativ lösen lassen. Die Figuren zeigen nicht nur Wut, Angst, Ärger oder Aggression, sondern spiegeln vielfältige Gedanken oder Gefühle wider."

Quelle: Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Hg.): Medien und die Entwicklung des Kindes: 10 Antworten. Stuttgart 2004

 

Gemeinsam fernsehen

Schauen Sie so oft wie möglich gemeinsam mit Ihrem Kind fern. Nutzen Sie den Fernseher also am besten nicht als Babysitter, sondern informieren sie sich über das, was ihr Kind gerne sieht. Versuchen Sie im gemeinsamen Gespräch heraus zu finden, warum ihr Kind von einer bestimmten Sendung oder Serienfigur fasziniert ist. Kinder haben das Bedürfnis über das Gesehene zu sprechen oder es durch Nachspielen zu verarbeiten.

Sie benutzen Figuren aus den Medien um Themen, mit denen sie sich aufgrund ihrer Entwicklung gerade beschäftigen, zu bewältigen. Solche Themen können z.B. sein: Großwerden, Verlassen sein und werden, Machtphantasien, Ich und andere oder Tod und Sterben. Ist ein solches Thema bewältigt, lässt die Vorliebe für eine bestimmte Sendung oder Figur schnell wieder nach. Versuchen Sie deshalb, sich in Ihr Kind hineinzuversetzen statt seine Vorlieben von vorn herein abzuwerten.

 

Vorbild sein

Wie nutzen Sie selbst das Fernsehen? Wie viel Zeit verbringen Sie vor dem Bildschirm? Sehen Sie sich wahllos Sendungen an? Als Eltern haben Sie den größten Einfluss auf das Fernsehverhalten Ihres Kindes.

Hier sollten Sie mit gutem Beispiel voran gehen und Ihren eigenen Medienkonsum hinterfragen. Suchen Sie mit Ihrem Kind gezielt eine Sendung oder Serie aus und machen Sie deutlich, dass es wichtig ist, unter dem großen Angebot eine sinnvolle Auswahl zu treffen. Auf der anderen Seite: Gönnen Sie ihrem Kind von Zeit zu Zeit auch mal das Recht auf Zerstreuung und Unterhaltung beim Fernsehen.

 

Vielfältige Freizeitaktivitäten fördern

Bieten Sie Alternativen zum Medienkonsum an. Laden Sie Freundinnen und Freunde Ihres Kindes ein und fördern Sie vielfältige Interessen. Hat Ihr Kind ein spannendes Hobby, regelt sich ein ausgewogener Fernsehkonsum meist von ganz allein.

 

Fernsehregeln einführen

Gerade wenn Ihr Kind am liebsten endlos fernsehen möchte, ist es wichtig, Regeln einzuführen. Geben Sie Zeitfenster vor, wann ferngesehen werden darf und wann nicht. Regeln sollten so früh wie möglich eingeführt und konsequent befolgt werden.

Auch wenn es manchmal zu Ärger in der Familie kommt: Kinder brauchen Grenzen, denn nur so haben sie das Gefühl, wahrgenommen und auch ernst genommen zu werden. Versuchen Sie, Ihrem Kind Regeln so zu erklären, dass es ihren Sinn versteht.

Nach Möglichkeit sollte der Fernseher für Kinder unter 3 Jahren tabu sein. Denn kleine Kinder besitzen noch nicht die geistigen Voraussetzungen um Filminhalte zu verstehen. Viele optische und akustische Reize können Sie noch nicht verarbeiten. Sie erkennen auch noch nicht, ob das, was sie im Fernsehen sehen real oder erfunden ist.

 

Mein Kind im Internet

Bereits Kinder im Grundschulalter nutzen auf vielfältige Weise das Internet. Weil aber das Internet sowohl viele Möglichkeiten als auch Gefahren – gerade für Kinder – in sich birgt, haben wir einige Grundregeln für die Internetnutzung zusammengestellt:

  • Niemals persönliche Daten wie vollständige Namen, Anschrift, Kontoverbindung oder Kreditkartennummern preisgeben. Soll davon mal eine Ausnahme gemacht werden, muss dies vorher mit den Eltern abgesprochen werden. Dasselbe gilt für das Tätigen von Käufen via Internet.
  • Reden Sie mit Ihrem Kind über die Besonderheiten des Benehmens im Cyberspace. Machen Sie Ihrem Kind klar, das seine Bekanntschaften aus dem Internet in Wirklichkeit jemand anderes sein können, als sie vorgeben.
  • Vorsicht bei Geschenken, die dem Kind angeboten werden und bei Verabredungen mit Personen, die man im Internet kennen gelernt hat. Im Zweifelsfall begleiten sie Ihr Kind zu der Verabredung, die auf jeden Fall an einem Ihnen bekannten, öffentlichen Ort stattfinden sollte.
  • Fordern Sie Ihr Kind auf, Ihnen davon zu berichten, wenn es bei irgendwelchen Inhalten ein unangenehmes Gefühl bekommt. Es sollte auf keinen Fall E-Mails oder Foren-Beiträge, die zweideutig klingen, unanständig sind, hetzerisch wirken oder bedrohlich scheinen oder bei denen das Kind ein unangenehmes Gefühl bekommt, beantworten.
  • Setzen Sie klare zeitliche Grenzen für das Surfen. Dabei kann ein Wecker hilfreich sein, der das Kind an eine Zeitüberschreitung erinnert.

Gute Kindersendungen erkennen

"Eine gute Kindersendung greift Themen und Situationen aus dem Alltag von Kindern auf, die in einer bestimmten Altersgruppe wichtig sind. Sie zeigt, wie sich Probleme aus dem Kinderalltag anpacken und kreativ lösen lassen. Die Figuren zeigen nicht nur Wut, Angst, Ärger oder Aggression, sondern spiegeln vielfältige Gedanken oder Gefühle wider."

Quelle: Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest (Hg.): Medien und die Entwicklung des Kindes: 10 Antworten. Stuttgart 2004

 

Gemeinsam fernsehen

Schauen Sie so oft wie möglich gemeinsam mit Ihrem Kind fern. Nutzen Sie den Fernseher also am besten nicht als Babysitter, sondern informieren sie sich über das, was ihr Kind gerne sieht. Versuchen Sie im gemeinsamen Gespräch heraus zu finden, warum ihr Kind von einer bestimmten Sendung oder Serienfigur fasziniert ist. Kinder haben das Bedürfnis über das Gesehene zu sprechen oder es durch Nachspielen zu verarbeiten.

Sie benutzen Figuren aus den Medien um Themen, mit denen sie sich aufgrund ihrer Entwicklung gerade beschäftigen, zu bewältigen. Solche Themen können z.B. sein: Großwerden, Verlassen sein und werden, Machtphantasien, Ich und andere oder Tod und Sterben. Ist ein solches Thema bewältigt, lässt die Vorliebe für eine bestimmte Sendung oder Figur schnell wieder nach. Versuchen Sie deshalb, sich in Ihr Kind hineinzuversetzen statt seine Vorlieben von vorn herein abzuwerten.

 

Vorbild sein

Wie nutzen Sie selbst das Fernsehen? Wie viel Zeit verbringen Sie vor dem Bildschirm? Sehen Sie sich wahllos Sendungen an? Als Eltern haben Sie den größten Einfluss auf das Fernsehverhalten Ihres Kindes.

Hier sollten Sie mit gutem Beispiel voran gehen und Ihren eigenen Medienkonsum hinterfragen. Suchen Sie mit Ihrem Kind gezielt eine Sendung oder Serie aus und machen Sie deutlich, dass es wichtig ist, unter dem großen Angebot eine sinnvolle Auswahl zu treffen. Auf der anderen Seite: Gönnen Sie ihrem Kind von Zeit zu Zeit auch mal das Recht auf Zerstreuung und Unterhaltung beim Fernsehen.

 

Vielfältige Freizeitaktivitäten fördern

Bieten Sie Alternativen zum Medienkonsum an. Laden Sie Freundinnen und Freunde Ihres Kindes ein und fördern Sie vielfältige Interessen. Hat Ihr Kind ein spannendes Hobby, regelt sich ein ausgewogener Fernsehkonsum meist von ganz allein.

 

Fernsehregeln einführen

Gerade wenn Ihr Kind am liebsten endlos fernsehen möchte, ist es wichtig, Regeln einzuführen. Geben Sie Zeitfenster vor, wann ferngesehen werden darf und wann nicht. Regeln sollten so früh wie möglich eingeführt und konsequent befolgt werden.

Auch wenn es manchmal zu Ärger in der Familie kommt: Kinder brauchen Grenzen, denn nur so haben sie das Gefühl, wahrgenommen und auch ernst genommen zu werden. Versuchen Sie, Ihrem Kind Regeln so zu erklären, dass es ihren Sinn versteht.

Nach Möglichkeit sollte der Fernseher für Kinder unter 3 Jahren tabu sein. Denn kleine Kinder besitzen noch nicht die geistigen Voraussetzungen um Filminhalte zu verstehen. Viele optische und akustische Reize können Sie noch nicht verarbeiten. Sie erkennen auch noch nicht, ob das, was sie im Fernsehen sehen real oder erfunden ist.

 

Mein Kind im Internet

Bereits Kinder im Grundschulalter nutzen auf vielfältige Weise das Internet. Weil aber das Internet sowohl viele Möglichkeiten als auch Gefahren – gerade für Kinder – in sich birgt, haben wir einige Grundregeln für die Internetnutzung zusammengestellt:

  • Niemals persönliche Daten wie vollständige Namen, Anschrift, Kontoverbindung oder Kreditkartennummern preisgeben. Soll davon mal eine Ausnahme gemacht werden, muss dies vorher mit den Eltern abgesprochen werden. Dasselbe gilt für das Tätigen von Käufen via Internet.
  • Reden Sie mit Ihrem Kind über die Besonderheiten des Benehmens im Cyberspace. Machen Sie Ihrem Kind klar, das seine Bekanntschaften aus dem Internet in Wirklichkeit jemand anderes sein können, als sie vorgeben.
  • Vorsicht bei Geschenken, die dem Kind angeboten werden und bei Verabredungen mit Personen, die man im Internet kennen gelernt hat. Im Zweifelsfall begleiten sie Ihr Kind zu der Verabredung, die auf jeden Fall an einem Ihnen bekannten, öffentlichen Ort stattfinden sollte.
  • Fordern Sie Ihr Kind auf, Ihnen davon zu berichten, wenn es bei irgendwelchen Inhalten ein unangenehmes Gefühl bekommt. Es sollte auf keinen Fall E-Mails oder Foren-Beiträge, die zweideutig klingen, unanständig sind, hetzerisch wirken oder bedrohlich scheinen oder bei denen das Kind ein unangenehmes Gefühl bekommt, beantworten.
  • Setzen Sie klare zeitliche Grenzen für das Surfen. Dabei kann ein Wecker hilfreich sein, der das Kind an eine Zeitüberschreitung erinnert.